26. März 2026

Startup Landpartie - Neuruppin

Startup Landpartie by Reaktor.Wildau | Neuruppin: Ein Leuchtturm für Innovation im ländlichen Raum

Am 26. März 2026 schrieb Neuruppin Gründungsgeschichte. Die erste „Startup Landpartie by Reaktor Wildau“ bewies eindrucksvoll: Innovation entsteht nicht nur in Metropolen, sondern überall dort, wo Menschen den Mut haben, Probleme zu lösen und Träume zu verwirklichen.

Das Event im Quartier 20, einem lokalen Coworking- und Community-Hub, wurde zu einem vielversprechenden Auftakt für eine neue Ära der regionalen Gründungskultur in Brandenburg. Mehr als nur eine Veranstaltung – es war ein klares Signal, dass gute Ideen überall entstehen und gedeihen können.

Starke Signale aus der Region: OPR wird zum Gründungs-Hotspot

Landrat Ralf Reinhardt setzte mit seinem Grußwort ein kraftvolles Zeichen für die Ambition, Ostprignitz-Ruppin als echten Gründungs-Hotspot zu etablieren. Seine Botschaft war klar: Die Region investiert massiv in ihre Zukunft.

Die Zahlen sprechen für sich: 95 Millionen Euro in drei Jahren für den Glasfaserausbau, der bereits 18.000 Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit versorgt. Diese digitale Infrastruktur ist das Fundament für moderne Startups, die auf schnelle Datenverbindungen angewiesen sind.

Aber Ostprignitz-Ruppin denkt noch weiter: Die verbesserte Verkehrsanbindung nach Berlin macht die Region für Gründer attraktiv, die sowohl die Vorteile des ländlichen Raums als auch die Nähe zur Hauptstadt nutzen möchten. Die erfolgreiche Gründung der Medizinischen Hochschule Brandenburg vor 15 Jahren zeigt bereits heute, wie aus strategischen Investitionen langfristige Erfolge werden.

ILB als Möglichmacher: 2 Milliarden Euro für Brandenburgs Zukunft

Ulrich Scheppan, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), untermauerte die Rolle der ILB als „Möglichmacher“ für Brandenburger Unternehmen mit beeindruckenden Fakten: 2 Milliarden Euro an Förderungen im letzten Jahr ermöglichten Investitionen von über 3 Milliarden Euro und schufen 3.000 neue Arbeitsplätze.

Diese Zahlen zeigen: Brandenburg meint es ernst mit der Startup-Förderung. Scheppan betonte, dass das Land bundesweit die besten Förderbedingungen bietet. Mit bis zu 360.000 Euro über „Gründung Innovativ“ erhalten Gründer eine Finanzierungsgrundlage, die in anderen Bundesländern so nicht verfügbar ist.

Besonders wertvoll war Scheppans Hinweis auf die Bedeutung von Netzwerken und einem unterstützenden Umfeld. Gründer brauchen mehr als nur Kapital – sie brauchen eine Community, die ihnen den Mut gibt, Risiken einzugehen und durchzuhalten, wenn es schwierig wird.

Sechs Startup-Zentren: Brandenburgs vielfältige Innovationslandschaft

Die Startup Landpartie machte die beeindruckende Vielfalt der landesfinanzierten Startup-Zentren sichtbar. Jedes Zentrum hat seinen eigenen Schwerpunkt und trägt so zur Gesamtstärke des Brandenburg-Ökosystems bei:

Inbubator Village (Beeskow) konzentriert sich auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung – zwei Zukunftsthemen, die perfekt zur ländlichen Umgebung passen.

Flämingo Startup Hub (Bad Belzig) setzt auf international und weiblich geführte Startups und deckt die Cluster Mobilität, Gesundheit und Kreativwirtschaft ab.

MediaTech Hub Accelerator (Potsdam Babelsberg) unterstützt Investment Readiness und Bootstrap/Seedstrap im MediaTech-Bereich und nutzt die Nähe zur Filmstadt Babelsberg.

Hangar Strausberg bietet Deep-Tech- und Hardware-Startups einen Makerspace und Testsektoren für Tüftler und Ingenieure.

Startup Lausitz Accelerator (Cottbus) spezialisiert sich auf den Gesundheitsbereich mit direkter Anbindung an die Universitätsklinik und die Modellregion Gesundheit Lausitz.

Reaktor Wildau konzentriert sich auf KI/IKT, Mobilität und Energie und bringt diese Expertise durch Roadshows wie die Startup Landpartie direkt in die Regionen.

Die Schule der Löwen: Gründergeist beginnt früh

Besondere Erwähnung fand die Initiative „Die Schule der Löwen“, die Schülerinnen und Schülern wie Christina frühzeitig das Thema Gründen näherbringt. Diese Initiative zeigt: Unternehmertum ist keine abstrakte Karriereoption, sondern eine greifbare Möglichkeit, die eigene Zukunft zu gestalten.

Wenn junge Menschen bereits in der Schule lernen, dass sie selbst Probleme lösen und Unternehmen aufbauen können, entsteht eine neue Generation von Gründern, die mit einem anderen Selbstverständnis ans Unternehmertum herangeht.

Spannende Pitches: Innovation trifft auf Expertise

Der Höhepunkt der Veranstaltung waren die Pitch-Sessions, in denen zehn innovative Startups ihre Ideen vor einer hochkarätigen Jury präsentierten. Die Jury aus Vertretern von CNP/Seed+Speed, Auri, Ostfrühphaseninvestor und Brandenburg Capital brachte jahrzehntelange Erfahrung in der Startup-Bewertung mit.

Die Gewinner spiegeln die Vielfalt der Brandenburg-Innovation wider:

1. Platz: DECD mit digitaler Patientenschulung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt, wie HealthTech Leben verbessern kann.

2. Platz: Foldy beweist mit ihrer Privacy-First Dokumenten- und Workflow-App, dass Datenschutz und Benutzerfreundlichkeit sich nicht ausschließen.

3. Platz: FormiForce löst mit Gasleckage-Detektion ein konkretes Sicherheitsproblem und zeigt, wie Hardware-Innovation aussehen kann.

Der Publikumspreis ging an „Baba“ mit ihrem Urban Sports OS – ein Beweis dafür, dass die Community ein gutes Gespür für marktrelevante Lösungen hat.

„Tilwa“ erhielt einen Gutschein für den Coworkingspace Quartier 20, und die „Mila One GmbH“ bekam eine Wildcard für „Batch 2 im Reaktor Wildau“ – konkrete nächste Schritte für vielversprechende Gründer.

Quartier 20: Der perfekte Gastgeber

Das Quartier 20 in Neuruppin erwies sich als idealer Veranstaltungsort. Dieser lokale Coworking- und Community-Hub verkörpert genau das, was die Startup Landpartie vermitteln wollte: Innovation kann überall entstehen, wenn die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Die Atmosphäre im Quartier 20 zeigte, dass ländliche Regionen nicht nur Nachholbedarf haben, sondern eigene Stärken mitbringen: kürzere Wege, persönlichere Beziehungen und oft eine stärkere Verbindung zu den Problemen, die gelöst werden sollen.

Mehr als ein Event: Ein Ökosystem entsteht

Die Startup Landpartie war mehr als eine erfolgreiche Veranstaltung – sie war der sichtbare Beweis dafür, dass Brandenburg ein fruchtbarer Boden für Gründerinnen und Gründer ist. Die Kombination aus politischer Unterstützung, finanzieller Förderung, vielfältigen Startup-Zentren und einem starken Netzwerk schafft ideale Bedingungen für nachhaltiges Wachstum.

Was in Neuruppin sichtbar wurde, ist ein funktionierendes Ökosystem: Landrat und ILB-Chef geben politische und finanzielle Rückendeckung, die Startup-Zentren bieten spezialisierte Unterstützung, lokale Hubs wie das Quartier 20 schaffen Community, und innovative Gründer bringen die Lösungen für die Herausforderungen von morgen.

Ausblick: Die nächste Generation der regionalen Innovation

Die erste Startup Landpartie in Neuruppin hat gezeigt: Brandenburg ist bereit für eine neue Ära der regionalen Innovation. Die Infrastruktur steht, die Unterstützung ist da, und die Gründer sind motiviert.

Was als Experiment begann, könnte zum Modell für ganz Deutschland werden: Wie bringt man Gründungskultur erfolgreich in den ländlichen Raum? Die Antwort liegt in der Kombination aus strategischer Förderung, lokaler Community und dem Mut, neue Wege zu gehen.

Die nächste Startup Landpartie wird zeigen, ob aus diesem vielversprechenden Auftakt eine dauerhafte Bewegung wird. Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls geschaffen.

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