Vivato

Was passiert, wenn ein Schulbuchredakteur über einem Kapitel zu Johann Sebastian Bach sitzt und ihm eine Frage stellen möchte – aber das Buch stumm bleibt? Er entwickelt eine Technologie, die genau dort anfängt, wo das Schulbuch aufhört.
Das Berliner EdTech-Startup Vivato verwandelt diese alltägliche Frustration in eine Revolution des Lernens. Ihr Motto bringt es auf den Punkt: „Es begann mit der Frustration über stumme Schulbücher. Als Wissensvermittler und Techniker sorgen wir jetzt für den echten Dialog.“
Die Geschichte von Vivato beginnt am Schreibtisch eines Schulbuchredakteurs. Christian Kresse saß über einem Bach-Kapitel und wollte dem Komponisten eine simple Frage stellen. Doch Schulbücher sind stumm – eine Frustration über statische, unidirektionale Lernmittel, die zum Zündfunke wurde.
„Es ist ein Pain Point, den mir Lehrkräfte in meiner Arbeit immer wieder gespiegelt haben: der Mangel an echten, dialogischen Werkzeugen, die auf die individuelle Neugier der Schüler:innen reagieren.“
Als die Technologie für lippensynchrone Echtzeit-Dialoge reif genug war, entwickelte Kresse seine Vision zum AI Lern-Buddy weiter – eine interaktive Plattform, die genau dort anfängt, wo das Schulbuch aufhört.
Die Stärke von Vivato liegt in der perfekten Vernetzung komplementärer Fähigkeiten. Christian Kresse bringt als Ideengeber eine einzigartige Doppelkompetenz mit: den pädagogisch-kreativen Hintergrund als Schulbuchredakteur und zugleich als Informatiker das technische Know-how zur MVP-Entwicklung.
Ullrich Kresse ergänzt das Team mit langjähriger Erfahrung in der Leitung und Skalierung großer IT-Projekte. „Wir decken damit die gesamte Achse von der pädagogischen Vision bis zur robusten, skalierbaren Umsetzung im Team ab.“ Zusätzlich unterstützen Lehrkräfte und Psychologen im Beraterstab bei den „Soft Skills“ der Plattform.

Die Kernidee von Vivato ist verblüffend einfach und revolutionär zugleich: „Stell Dir vor, Du kannst historische Persönlichkeiten per Videokonferenz anrufen. Statt starrer Texte führst Du einen lebendigen, spontanen Dialog.“
Für den Bildungsmarkt bedeutet das: Schüler:innen „treffen“ Albert Einstein, Johann Sebastian Bach oder andere Persönlichkeiten in einem lebendigen, didaktisch fundierten Dialog. Der KI-Avatar reagiert spontan auf Fragen, passt sich adaptiv dem Lernstand an und kann je nach Lerntyp zusätzliche Medien anbieten.
Gleichzeitig erhalten Lehrkräfte ein pädagogisches Dashboard zur Steuerung des Einsatzes, Leistungsüberblick und zur Einbindung eigener Inhalte – echte Entlastung für differenzierten Unterricht.
Während andere EdTech-Anbieter auf generische Lösungen setzen, hat Vivato drei unschlagbare Differenzierungsmerkmale entwickelt:
Das Live-Video-Erlebnis: Kein Text-Chat, sondern interaktive Echtzeit-Videokonferenz mit lebensechten KI-Avataren. Man spricht mit Bach oder Einstein, als säße er tatsächlich im Call – eine neue Dimension der Lernmotivation.
Der EU-Only-Ansatz: Die sensible Spracherkennung findet lokal auf dem Schulgerät statt – die Audiodaten verlassen nie das Klassenzimmer. Das rechenintensive Hosting läuft DSGVO-konform auf EU-Ökostrom-Servern. „Diese Datensparsamkeit können US-Anbieter mit ihrer Geschäftslogik nicht abbilden.“
Der Content-Burggraben: Statt generischer KI mit Wikipedia-Fütterung baut Vivato KI-Persönlichkeiten in strategischen Partnerschaften mit führenden Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen auf. Das Museum Berlin-Karlshorst validiert beispielsweise den thematischen Gehalt für historisch-politische Bildung.
Vivato denkt über den Bildungsmarkt hinaus. Für Kultur und Tourismus adaptieren sie dieselbe Technologie: Im geplanten „Fontane-Radweg“-Projekt können Besucher:innen Theodor Fontane an verschiedenen Orten „treffen“ und ihn per App zur Regionalgeschichte befragen.
Die Plattform ist unter ai.lernbuddy.eu bereits testbar, der offizielle Launch für den deutschen Bildungsmarkt ist für das Schuljahr 2026/27 geplant.
Die nächsten Meilensteine sind klar strukturiert: Q4 2025 startet die Pilotphase an der Evangelischen Grundschule Berlin Lichtenberg. Q1 2026 soll das Fontane-Radweg-Projekt beginnen (vorbehaltlich der Förderzusage). Der offizielle Launch erfolgt ab Q3 2026.
„Reaktor.Wildau war für uns bereits ein wichtiger Weichensteller“, berichtet das Team. Die Unterstützung war konkret und strategisch wertvoll: passgenaue Kontakte zum Tourismusverband Havelland e.V. und zu den ‚Bildungshelden‘, sowie wertvoller Input durch Formate wie ‚Research2Startup‘.
Was Vivato antreibt, geht über Technologie hinaus. „Denn Bildung hat mehr verdient, als nur ein Update!“ Es geht darum, die natürliche Neugier von Schüler:innen mit den Möglichkeiten der KI zu verbinden – datenschutzkonform, pädagogisch fundiert und mit echtem Mehrwert.
Wenn stumme Schulbücher zu sprechenden Genies werden, entsteht mehr als nur eine neue App: Es entsteht eine neue Art des Lernens, die Wissen lebendig macht und Bildung wieder zum Dialog werden lässt.

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